Mailingkampagnen

HubSpot Marketing Hub vs Mailchimp: CRM und Customer Journeys

Stand 2026

Die Entscheidung hängt vor allem davon ab, wo Kundendaten und Marketingarbeit zusammenlaufen sollen: in einem CRM-gestützten Teamprozess oder in einem kampagnenorientierten E-Mail-Programm mit Journeys. Die Preismodelle beantworten unterschiedliche Fragen und sollten mit den eigenen Mengen verglichen werden.

HubSpot Marketing Hub: sinnvoll zu prüfen, wenn Marketingaktivitäten im HubSpot-CRM und mit Vertriebsteams abgestimmt werden sollen.

Mailchimp: sinnvoll zu prüfen, wenn ein kleines Team Kampagnen, Kontaktstufen, Sendekontingente und Journeys unmittelbar planen möchte.

Der Unterschied im Arbeitsablauf

Bei HubSpot ist die Leitfrage oft, wie Marketingaktionen und CRM-Arbeit zusammenpassen: Welche Kontakte werden angesprochen, was soll nach einer Reaktion im Team geschehen, und wie wird eine Übergabe organisiert? Das kann den Alltag vereinfachen, wenn das CRM bereits der zentrale Ort für Kundenarbeit ist. Es bedeutet aber auch, dass Sitze und die zur Kontaktmenge passende Preisstufe in die Planung gehören.

Bei Mailchimp steht häufig die konkrete Kampagne oder Journey im Vordergrund: Zielgruppe auswählen, Nachricht versenden und anhand eines Ereignisses oder einer Reaktion den nächsten Schritt auslösen. Für ein kleines Team kann dieses Modell leicht zu überblicken sein. Bei ereignisgesteuerten Abläufen sollten Sie vorab prüfen, welche Journey-Länge und Ereignisfunktionen Ihr Tarif abdeckt.

Keiner der Ansätze entscheidet automatisch über die Datenqualität oder den Erfolg einer Kampagne. Legen Sie zuerst fest, wer Kontakte pflegt, wie Einwilligungen und Abmeldungen verarbeitet werden und welche Aktion ein Trigger tatsächlich auslösen soll. Bauen Sie danach je Anbieter einen repräsentativen Ablauf nach.

Schnellvergleich: Kosten und Automatisierung

PrüfpunktHubSpot Marketing HubMailchimp
AbrechnungslogikPreis pro Sitz; die Preisangabe hängt außerdem von der Kontaktstufe ab.Kontaktbasierte Tarifstufen; das monatliche Sendekontingent skaliert mit der Stufe.
EinstiegspreisStarter: ab $7 pro Sitz und Monat; hinzu kommt die passende Kontaktstufe.Standard: ab $20 pro Monat beim 500-Kontakte-Selektor; bis zu 6.000 Sendungen monatlich bei dieser Stufe.
AutomatisierungFree: eine automatisierte Aktion; Starter: bis zu zehn; Professional und Enterprise: unbegrenzte Aktionen. Die zusätzlichen kanalübergreifenden Funktionen unterscheiden sich nach Tarif.Essentials: bis zu vier Schritte; Standard: bis zu 200 Schritte. Für Standard oder höher sind bis zu drei Trigger angegeben.
Ereignisbasierte JourneysDie konkrete Einbindung in den CRM-Prozess sollte mit dem eigenen Tarif und Ablauf geprüft werden.Event-API-Trigger sind in kostenpflichtigen Marketingtarifen verfügbar; Essentials erlaubt damit einen Schritt, Standard oder höher mehrere Schritte.
TeamzugängePreis pro Sitz; zählen Sie alle Personen, die einen eigenen Zugang brauchen.Essentials umfasst drei und Standard fünf Sitze; Premium bietet unbegrenzt viele Sitze.

Die Tarifangaben können sich ändern. Lassen Sie sich für Ihre Kontaktmenge und Nutzerzahl ein konkretes HubSpot-Angebot geben und vergleichen Sie es mit Mailchimp anhand derselben Kontakt- und Versandmengen sowie des benötigten Funktionsumfangs.

HubSpot: Koordination mit CRM und Marketing

Marketing Hub ist ein plausibler Kandidat, wenn das Team Kontakte im CRM bearbeitet und Marketingaktivitäten mit diesem Arbeitskontext verbinden möchte. Die Preisübersicht nennt kostenlose Tools; sie weist außerdem für E-Mail-Automatisierung eine automatisierte Aktion in Free und bis zu zehn in Starter aus. Professional und Enterprise nennen unbegrenzte Aktionen und kanalübergreifende Marketingautomatisierung.

Die höheren Stufen listen weitere Grenzen für kanalübergreifende Workflows: Professional nennt bis zu 300 Workflows für zehn Teams. Enterprise nennt bis zu 1.000 Workflows für 300 Teams sowie Verhaltensereignisse, vorausschauende Lead-Bewertung und Workflow-Überwachung. Diese Zahlen sind Tarifgrenzen, keine Empfehlung, den größeren Plan allein wegen einer einzelnen Funktion zu buchen.

Für ein kleines Team ist der Starter-Einstiegspreis ab $7 pro Sitz und Monat allein kein Monatsbudget. Addieren Sie die benötigten Sitze und klären Sie, welche Kontaktstufe zu Ihrer Datenbank passt. Wenn ein Ablauf mehr als zehn automatisierte Aktionen braucht, testen Sie, welcher Tarif ihn abdeckt, bevor Sie die übrige Einrichtung darauf ausrichten.

HubSpot Marketing Hub: Preise und Tarifvergleich

Mailchimp: Kontaktstufe, Sendungen und Journeys

Mailchimp Free ist auf bis zu 250 Kontakte und 500 Sendungen im Monat begrenzt, davon höchstens 250 an einem Tag. Der Standard-Einstieg liegt bei $20 monatlich für den 500-Kontakte-Selektor und umfasst dort bis zu 6.000 monatliche Sendungen. Das sind unterschiedliche Grenzen: Eine Liste innerhalb der Kontaktstufe sagt noch nicht, ob das Sendebudget für Newsletter, Kampagnen und geplante Spitzen reicht.

In der Standard-Preisübersicht kostet die Stufe mit 2.501 bis 5.000 Kontakten $100 monatlich und umfasst bis zu 60.000 Sendungen. Für 5.001 bis 10.000 Kontakte nennt sie $135 monatlich und bis zu 120.000 Sendungen. Das sind reguläre Monatswerte für die genannten Kontaktbereiche; ein angezeigter Aktionspreis für die ersten zwölf Monate ist davon zu unterscheiden. Vergleichen Sie außerdem die Kontaktobergrenze mit dem tatsächlichen Listenstand und der von Mailchimp verwendeten Kontaktzählung.

Für Journeys nennt Mailchimp bis zu vier Schritte mit Essentials oder höher und bis zu 200 Schritte mit Standard oder höher. Standard unterstützt bis zu drei Trigger. Ein Event-API-Trigger kann in Essentials eine einstufige Flow-Automation auslösen; Standard oder höher erlaubt damit mehrstufige Flows. Das Ereignis setzt voraus, dass der Kontakt zuvor zur Audience hinzugefügt wurde.

Auch die Nutzungsdauer von Ereignisdaten für Segmentierung ist tarifabhängig: Free und Essentials bis zu 30 Tage, Standard drei Monate und Premium 18 Monate. Wenn eine Journey spätere Ereignisse auswerten muss, prüfen Sie diese Frist zusammen mit dem Tarif, nicht erst nach dem Aufbau der Segmente.

Mailchimp: Tarife, Kontakt- und Sendestufen · Journey-Schritte und Trigger · Event-API und Ereignisdaten

So vergleichen Sie Ihr tatsächliches Monatsbudget

Schreiben Sie die Mengen auf, die Ihre Rechnung verändern, bevor Sie Tarife vergleichen:

  • Kontakte: aktueller Stand, erwartetes Wachstum und Kontakte, die Sie tatsächlich anschreiben wollen. Klären Sie, welche Kontakte der Anbieter abrechnet.
  • Versand: reguläre monatliche Kampagnen, automatisierte Nachrichten und Spitzen rund um Launches oder saisonale Aktionen. Mailchimp weist Sendekontingente je Tarifstufe aus.
  • Sitze: alle Personen, die planen, Inhalte freigeben oder Abläufe betreuen müssen. Bei HubSpot wirkt der Sitzpreis unmittelbar auf den Preis; bei Mailchimp sind die Sitze je Tarif begrenzt.
  • Automationen: benötigte Aktionen, Schritte, Abzweigungen, Trigger und Ereignisfenster. Verifizieren Sie den kompletten Ablauf anhand des Tarifs, den Sie kalkulieren.
  • Abrechnung: monatliche Listenpreise, mögliche zeitlich begrenzte Angebote und die tatsächlichen Vertragsbedingungen getrennt erfassen. Nicht einen Einführungsrabatt mit einem laufenden Preis gleichsetzen.

Rechnen Sie für jeden Anbieter den Jahresbedarf aus den passenden Tarifbedingungen, aber setzen Sie nur Werte zusammen, die dieselbe Kontaktmenge, Nutzerzahl und Funktionalität abdecken. Holen Sie für HubSpot ein Angebot mit Ihrer Kontaktstufe und Sitzzahl ein. Vergleichen Sie es mit Mailchimp für dieselbe Kontaktmenge, das benötigte Sendungsvolumen und einen passenden Funktionsumfang; fragen Sie beide Anbieter nach den Vertragsbedingungen für Ihren Bedarf.

Welche Lösung passt zu welchem Team?

Ihre SituationErsten Kandidaten prüfenVor der Entscheidung testen
Marketing und Vertrieb arbeiten an denselben CRM-Kontakten und brauchen gemeinsame Übergaben.HubSpot Marketing HubKontaktstufe, nötige Sitze und Aktionen im gesamten Übergabeablauf; dann Preis für diese Zusammenstellung bestätigen lassen.
Ein kleines Team plant Newsletter und klar abgegrenzte Customer Journeys.MailchimpKontaktband, monatliche Sendungen, Sitze und die maximale Journey-Länge für den gewählten Tarif abgleichen.
Ein Ablauf reagiert auf Produkt- oder Kundenereignisse.Den Ablauf in beiden Systemen nachbauenVerfügbarkeit des Triggers, Schrittzahl, Ereignis-Aufbewahrung, Eintrittsbedingung und Exit-Regel mit Testkontakten prüfen.
Budget und Versand schwanken stark oder die Liste wächst schnell.Beide nach mehreren realistischen Szenarien vergleichenMonat mit normalem Versand, Wachstum und Spitzenvolumen rechnen; Kontakt- und Sendestufen sichtbar halten.

Ein fairer Praxistest bildet nicht nur eine einzelne Willkommensmail ab. Wählen Sie einen wichtigen Ablauf, zum Beispiel Anmeldung, Aktivierung und eine Pause bei gewünschter Aktion. Legen Sie fest, wer den Ablauf pflegt und wie Kontakte ausgeschlossen werden, sobald sie nicht mehr passen. Erfassen Sie nötige Anpassungen, fehlende Datenfelder und den Zeitaufwand des Teams.

Migration und Einwilligungen

Vor einem Wechsel inventarisieren Sie Kontakte, Quellen und Einwilligungsstatus. Exportieren Sie Abmeldungen und Sperrlisten und vergleichen Sie sie nach dem Import, damit ausgeschlossene Kontakte nicht versehentlich wieder in Kampagnen gelangen. Übertragen Sie nur Felder, deren Verwendung und Herkunft Ihr Team kennt.

Dokumentieren Sie Formulare, automatisierte Nachrichten und alle Trigger, die in den bisherigen Prozessen tatsächlich verwendet werden. Erstellen Sie im Zielsystem zuerst eine Testgruppe, überprüfen Sie Feldzuordnungen und Einwilligungstexte und beobachten Sie, ob Ausschlüsse wie vorgesehen greifen. Ein sauberer Datenexport allein überträgt nicht automatisch die Bedeutung eines Feldes oder eine bestehende Berechtigung.

Für Datenschutzfragen sollten Sie die Vertragsbedingungen und den Auftragsverarbeitungsvertrag beider Anbieter für Ihre Region prüfen. HubSpot veröffentlicht einen Auftragsverarbeitungsvertrag, Mailchimp ein Data Processing Addendum. Ermitteln Sie gesondert, welche Hosting-Region und Unterauftragsverarbeiter für Ihr konkretes Konto gelten; ein veröffentlichtes DPA beantwortet diese Fragen nicht allein.

Domain, Versand und Messung

Richten Sie die Absenderdomain ein und prüfen Sie SPF, DKIM sowie die passende DMARC-Richtlinie, bevor Sie den Versand hochfahren. Testen Sie Absendername, Reply-to-Adresse, Links und Darstellung in den Postfächern, die Ihre Zielgruppe nutzt. Halten Sie den bisherigen Versandkanal während der Umstellung nachvollziehbar und verhindern Sie doppelte Kampagnen.

Trennen Sie Marketingnachrichten von kritischen Transaktionsnachrichten organisatorisch und in der Auswertung. Die Trennung erleichtert es, Fehler, Beschwerden und Abmeldungen einem passenden Nachrichtentyp zuzuordnen. Übernehmen Sie Suppression-Daten und prüfen Sie Bounce- und Beschwerdeberichte in den ersten Versandwellen.

Bewerten Sie einen Test anhand von Klicks, Aktivierung oder dem für die Nachricht relevanten nächsten Schritt; Öffnungen allein reichen als Entscheidungssignal nicht aus. Vergleichen Sie ähnliche Kohorten mit gleichem Angebot und Zeitraum, und halten Sie Abmeldungen sowie Beschwerden fest. So messen Sie die Einrichtung und den Inhalt gemeinsam, statt einen Unterschied vorschnell dem Produkt zuzuschreiben.

Weiterlesen und Alternativen

Wenn der Vergleich weitere Anbieter oder Grundlagen berührt, helfen diese Seiten beim Einordnen:

Stand und Preisprüfung

Die genannten Funktionen und Preise beziehen sich auf die verlinkten Anbieterinformationen und den Tarifumfang, der jeweils ausdrücklich beschrieben ist. Anbieter können Preise, Bezeichnungen und Grenzen ändern. Prüfen Sie vor Vertragsabschluss den aktuellen Tarif für Kontaktzahl, Versandmenge, Sitze und den geplanten Workflow.

Häufige Fragen

Wann passt HubSpot Marketing Hub besser als Mailchimp?

HubSpot passt eher, wenn das Marketing mit CRM-Datensätzen, Vertriebsübergaben und weiteren Kundendaten in HubSpot koordiniert werden soll. Prüfen Sie, ob die benötigten Kontakte, Sitze und Automationsfunktionen in das konkrete Angebot passen.

Wann ist Mailchimp die praktischere Wahl?

Mailchimp ist oft leichter einzuordnen, wenn ein kleines Team Kampagnen und Customer Journeys nach Kontaktzahl und geplantem Versandvolumen vergleichen möchte. Prüfen Sie die Journeyschritte und Eventfunktionen im passenden Tarif.

Wie unterscheiden sich die Preise?

HubSpot Marketing Hub Starter beginnt bei 7 US-Dollar pro Sitz und Monat; hinzu kommt die passende Kontaktstufe. Mailchimp Standard startet bei 20 US-Dollar monatlich für die ausgewählte Stufe mit 500 Kontakten und bis zu 6.000 Sendungen. Die Werte sind keine gleichwertigen Gesamtangebote.

Welche Angaben brauche ich für einen fairen Kostenvergleich?

Erfassen Sie abrechenbare Kontakte, Teammitglieder beziehungsweise Sitze, monatliche Sendungen, benötigte Journey- und Eventfunktionen sowie den Abrechnungszeitraum. Lassen Sie HubSpot die passende Kontaktstufe und Mailchimp den Kontakt- und Sendebereich für Ihre Liste bestätigen.

Was sollte vor einer Migration geprüft werden?

Exportieren und prüfen Sie Kontakte, Einwilligungen, Abmeldungen und Sperrlisten. Richten Sie Authentifizierung für die Absenderdomain ein und testen Sie Trigger, Abbruchregeln sowie Marketing- und Transaktionsnachrichten getrennt, bevor Sie den Versand umstellen.