Mailingkampagnen
Stand 2026

E-Mail-Vergleich: Mailerlite vs Mailchimp

Für ein kleines Marketingteam mit Newsletter, Formular und Willkommensserie hängt die Wahl vor allem an der Abrechnung pro aktivem Abonnenten oder pro Kontakt, dem geplanten Versandvolumen und der benötigten Journey.

MailerLite Free: bis zu 250 Abonnenten und 2.500 E-Mails im Monat.

Mailchimp Free: bis zu 250 Kontakte und 500 E-Mails im Monat, höchstens 250 am Tag.

Schnellvergleich: gleiche Liste, andere Zählweise

PrüfpunktMailerLiteMailchimp
AbrechnungsbasisAktive Abonnenten; eine Adresse, die im Abrechnungszeitraum irgendwann aktiv war, zählt auch nach späterem Löschen mit.Kontakte. Vergleichen Sie die Kontaktzahl Ihres Accounts mit der Tarifstufe und prüfen Sie, welche Datensätze darin enthalten sind.
FreeBis 250 Abonnenten, 2.500 E-Mails pro Monat und zwei Sitze. Über 250 aktive Abonnenten wird der Versand gesperrt.Bis 250 Kontakte, 500 E-Mails pro Monat, höchstens 250 täglich; ein Sitz und eine Audience.
Tarifbeispiel bei 500Comfort: 12 $ monatlich; bei Jahresabrechnung 10,80 $ pro Monat. 5.000 Sendungen im Monat und 50 aktive Automationen.Standard: 20 $ monatlich am 500-Kontakte-Auswahlpunkt, bis zu 6.000 E-Mails monatlich. Preisangabe ist monatliche Abrechnung.
JourneyComfort bietet bis zu 50 aktive Automationen; Tarifübersicht nennt bis zu 100 Schritte.Standard erlaubt Event-API-Trigger in mehrstufigen Flows, bis zu 200 Flow-Schritte und drei Trigger.

MailerLite: Versandbudget und Automationen

Die Gratisstufe reicht für einen kleinen Verteiler, solange höchstens 250 Abonnenten aktiv sind. Der monatliche Versand ist auf 2.500 E-Mails begrenzt. Comfort kostet am 500-Abonnenten-Auswahlpunkt 12 $ bei monatlicher Zahlung oder 10,80 $ pro Monat bei Jahresabrechnung. Comfort umfasst dort 5.000 monatliche Sendungen; das entspricht dem Zehnfachen der Obergrenze dieser Abonnentenstufe.

Comfort listet 50 aktive Automationen und 100 Schritte. Power beginnt bei 25 $ monatlich; am 500-Abonnenten-Auswahlpunkt werden bei Jahresabrechnung 22,50 $ pro Monat angezeigt. Power bietet dort unbegrenzte monatliche E-Mails und unbegrenzte aktive Automationen. Preise steigen mit der Zahl aktiver Abonnenten.

Mailchimp: Kontaktstufe und Flow-Plan

Die Gratisstufe zählt bis zu 250 Kontakte und erlaubt 500 Sendungen im Monat mit einem Tagesmaximum von 250. Standard startet bei 20 $ monatlich am 500-Kontakte-Auswahlpunkt und enthält dort bis zu 6.000 E-Mails pro Monat. In der Tarifübersicht sind fünf Sitze für Standard und drei für Essentials aufgeführt.

Für Event-API-Trigger können kostenpflichtige Marketingtarife genutzt werden. Essentials unterstützt damit einen einstufigen Flow; Standard mehrstufige Flows. Die Übersicht nennt höchstens vier Schritte ab Essentials und bis zu 200 ab Standard. Eventdaten bleiben für Segmentierung bei Free und Essentials bis zu 30 Tage, bei Standard drei Monate verfügbar.

Ein Rechenbeispiel für den Pilot

Angenommen, das Team hat genau 500 aktive Abonnenten beziehungsweise Kontakte und versendet vier Newsletter an alle pro Monat. Das sind 2.000 Sendungen. Bei MailerLite Comfort liegen diese innerhalb der 5.000 monatlichen Sendungen am 500-Abonnenten-Auswahlpunkt; der Preis beträgt 12 $ monatlich oder 10,80 $ pro Monat bei Jahresabrechnung. Bei Mailchimp Standard liegen 2.000 innerhalb der bis zu 6.000 E-Mails am 500-Kontakte-Auswahlpunkt; der Tarif kostet 20 $ monatlich. Das vergleicht zwei konkret benannte Tarifpunkte, nicht dieselbe Abrechnungsbasis oder dieselbe Automationsausstattung.

Die Beispielrechnung setzt voraus, dass jede Ausgabe genau einmal an alle 500 Empfänger geht. Vor der Auswahl zählen Sie reale aktive Abonnenten bei MailerLite und abrechenbare Kontakte bei Mailchimp getrennt; prüfen Sie auch geplante Willkommens- und Folge-E-Mails, Teamzugänge und die Tarifstufe, die Ihr Konto tatsächlich anzeigt.

Welche Journey passt zum Team?

Skizzieren Sie vor dem Pilot einen konkreten Ablauf: Anmeldung über das Formular, Bestätigung beziehungsweise Einwilligungsnachweis, Willkommensmail, ein nützlicher Folgeschritt und ein klarer Ausstieg nach Abmeldung oder Zielerreichung. Notieren Sie, wer Inhalte, Segmente und Fehlerfälle betreut. So sehen Sie, ob die benötigten Verzweigungen und Auslöser im vorgesehenen Tarif liegen.

Wenn eine einfache Willkommensserie genügt, vergleichen Sie Einrichtung, Formularübergabe und Versandlimit mit echten Testkontakten. Wenn Ereignisse aus einem Produkt die nächste Nachricht bestimmen sollen, bilden Sie diese Ereignisse im Pilot ab und prüfen Sie bei Mailchimp die Event-API- und Flow-Stufe. MailerLite Comfort und Power führen jeweils 100 Schritte auf; der Unterschied bei aktiven Automationen und Sendelimit kann für mehrere parallele Abläufe zählen.

Bei Mailchimp enthält Standard Event-API-Mehrschritt-Flows, bis zu 200 Schritte und bis zu drei Trigger. Essentials kann den Event-API-Trigger in einem einstufigen Flow nutzen und führt maximal vier Flow-Schritte auf. Prüfen Sie vorab, dass der Kontakt in der Audience angelegt ist, bevor ein Event gesendet wird. Die dokumentierte Eventsegmentierung reicht 30 Tage bei Free und Essentials sowie drei Monate bei Standard.

Einwilligung und Listenpflege

Übernehmen Sie bei einem Wechsel nur Kontakte mit passender Einwilligung und den dazugehörigen Nachweis. Bewahren Sie Abmeldungen und Unterdrückungen, damit ausgeschlossene Adressen nicht versehentlich erneut angeschrieben werden.

MailerLite zählt Adressen, die irgendwann im Abrechnungszeitraum aktiv waren, auch wenn sie später gelöscht wurden. Prüfen Sie deshalb den Effekt von Bereinigung und Import auf die Abonnentenzahl, bevor Sie einen Tarif anhand einer bereinigten Momentaufnahme wählen.

Migration als kontrollierter Test

Exportieren Sie Felder, Tags oder Segmente, Einwilligungsnachweise, Vorlagen und Suppressionslisten. Ordnen Sie die Felder beim Import zu und prüfen Sie Stichproben auf Status, Personalisierung und Abmeldeverhalten.

Starten Sie mit einer kleinen, einwilligungsbasierten Kohorte. Vergleichen Sie Zustellungen, Bounces, Beschwerden, Abmeldungen und Klicks für denselben Zeitraum und dieselbe Zielgruppe. Legen Sie vorab fest, wer Fehler behebt und wann der vollständige Wechsel freigegeben wird.

Entscheidung in fünf Schritten

  1. Aktive MailerLite-Abonnenten und Mailchimp-Kontakte separat zählen und die jeweiligen Tarifdefinitionen kontrollieren.
  2. Monatliche Newsletter, Automationsmails und Spitzen addieren; beim Gratisplan auch das Tageslimit berücksichtigen.
  3. Den Ablauf mit echten Formularen und Testkontakten nachbauen; benötigte aktive Automationen, Schritte, Trigger und Sitze notieren.
  4. Für beide Anbieter aktuellen Tarif, Abrechnungsrhythmus, Listenwachstum und Teamzugänge in einer Zwölfmonatsplanung festhalten.
  5. Einwilligung, Unterdrückungen und Abmeldeprozess vor dem Import prüfen und den Versand erst nach einem erfolgreichen Pilot ausweiten.

Prüfen Sie die offiziellen Preisangaben vor Abschluss: Brevo, MailerLite, Resend und Postmark.

Weiterführende Seiten

Tool-Übersicht, Mailchimp vs Brevo, Loops vs Resend und ActiveCampaign vs Mailchimp.

Zum Planen des Pilots: Listenhygiene, Segmentierung und Attribution.

Häufige Fragen

Welches Tool passt besser zu einem kleinen Newsletter-Team?

Entscheidend sind die eigene Zählweise für Abonnenten oder Kontakte, das Sendebudget und die tatsächlich benötigte Journey. Testen Sie den gleichen Ablauf mit einer kleinen Kohorte.

Kann ich die genannten Einstiegspreise direkt vergleichen?

Nur mit Tarifumfang und Abrechnungsrhythmus dazu: MailerLite Comfort kostet bei 500 Abonnenten 12 $ monatlich oder 10,80 $ pro Monat bei Jahresabrechnung. Mailchimp Standard kostet am 500-Kontakte-Auswahlpunkt 20 $ monatlich. Abonnenten und Kontakte sind unterschiedliche Abrechnungsbasen.

Was sollte vor der Migration gesichert werden?

Kontaktfelder, Einwilligungsnachweise, Abmeldungen und Unterdrückungen, Vorlagen sowie die Zuordnung der Segmente. Prüfen Sie den Import mit Testkontakten, bevor Sie den Versand umstellen.