Mailingkampagnen
Stand 2026

Bierneuheiten und Termine per E-Mail vermitteln

Eine Brauerei spricht mit E-Mails verschiedene Gruppen an: Menschen, die neue Biere im Taproom probieren, Kundschaft im Onlineshop, Abonnenten eines Bier-Abos und gewerbliche Abnehmer. Ein guter Versandplan ordnet jede Nachricht einem Anlass zu – etwa einer limitierten Abfüllung, einer Führung oder dem Bestellschluss für Gastronomie und Handel. Dabei muss die Ansprache auf Erwachsene ausgerichtet sein. Richte Anmeldewege und Zielgruppen so ein, dass Minderjährige keine Alkoholwerbung erhalten, und prüfe, ob ein Alterscheck an den passenden Kontaktpunkten erforderlich ist.

Unsere Einordnung

Brevo ist ein passender Ausgangspunkt, wenn du saisonale Aussendungen und regelmäßige Nachrichten an einen wechselnden Verteiler in einem System planen möchtest. Der Starter-Tarif kostet monatlich ab 9 US$ für 5.000 E-Mails pro Monat; die erste Preisstufe umfasst bis zu 500 Kontakte. Der Versandumfang ist damit eine konkrete Planungsgröße für Release-Mails, Hinweise zu Führungen und Einladungen in den Taproom. Für automatisierte Marketingabläufe gilt im Starter-Tarif eine Grenze von 2.000 Kontakten. Kalkuliere deshalb nicht nur die Zahl gespeicherter Adressen, sondern auch Sendungen rund um Bockbier, Weihnachtsbier oder die Oktoberfestzeit. Prüfe außerdem, wie dein Shop Bestellungen und Abonnementstatus übergeben kann; diese Daten brauchst du, um Shopkunden, Bier-Abo-Mitglieder und gewerbliche Abnehmer passend anzusprechen.

Brevo

Weitere Optionen

Für verzweigte Abläufe

ActiveCampaign

ActiveCampaign lohnt sich zum Vergleich, wenn nach einer Anmeldung unterschiedliche Nachrichtenfolgen starten sollen. Plane einen Ablauf für Tourbuchungen und einen getrennten für Produktinteresse; kläre vorab, ob dein Buchungssystem die nötigen Ereignisse übermitteln kann.

Für Shopsegmente

Klaviyo

Klaviyo kannst du prüfen, wenn dein Onlineshop Produkt- und Bestelldaten für Zielgruppen bereitstellt. So lassen sich etwa Bier-Abo-Interessierte und einmalige Käufer getrennt betrachten. Frage nach, welche Shopverbindung und Ereignisse dein konkreter Tarif abdeckt.

Für Formulare und Newsletter

GetResponse

GetResponse kommt infrage, wenn Anmeldungen für Verkostungen, Führungen und den allgemeinen Newsletter über unterschiedliche Formulare eingehen. Lege vor der Auswahl fest, welche Einwilligung jedes Formular festhalten muss und wie du die jeweiligen Verteiler wiederfindest.

Für einen schlanken Newsletterstart

Mailerlite

MailerLite bietet im Comfort-Tarif für 500 Abonnenten monatliche Abrechnung ab 12 US$; der Tarif umfasst bei dieser Stufe 5.000 E-Mails im Monat. Das ist prüfenswert, wenn du zunächst Newsletter und einfache Produktinformationen verschickst. Mehrstufige Shop- und Tourabläufe solltest du anhand deines konkreten Prozesses abgleichen.

Für Vertrieb und Marketing zusammen

HubSpot

HubSpot kann interessant sein, wenn du Kontakte aus Gastronomie und Handel gemeinsam mit Marketinginteressen verwalten möchtest. Prüfe, welche Marketing-Hub-Stufe für deine Kontaktzahl und den nötigen Funktionsumfang passt; die Kosten hängen von der gewählten Konfiguration ab.

Für mehrere Verkaufskanäle

Omnisend

Omnisend ist ein Vergleichskandidat, wenn der Webshop ein wesentlicher Teil deines Absatzes ist. Kläre, ob Produktkatalog, Bestellereignisse und wiederkehrende Lieferungen deines Bier-Abos verbunden werden können und welche Nachrichten sich damit tatsächlich auslösen lassen.

Worauf du achten solltest

Neue Biere und limitierte Auflagen

Bei einem neuen Sud zählt die Reihenfolge: zuerst die Ankündigung, dann die Information zum Verkaufsstart und schließlich ein Hinweis, wenn die Charge tatsächlich ausverkauft ist. Beschreibe Stil, Zutaten und Geschmack so, dass auch Menschen ohne Fachwissen die Einordnung verstehen. Bei einer limitierten Edition darfst du Knappheit nur dann betonen, wenn sie real ist; vermeide künstliche Countdown-Dramaturgie. Prüfe, ob dein Werkzeug Empfänger nach Interessen oder früheren Shopbestellungen gruppieren kann und ob diese Daten zuverlässig synchronisiert werden. Ein allgemeiner Newsletter sollte weiterhin für alle angemeldeten Personen verständlich bleiben, auch wenn einzelne Abschnitte an bestimmte Gruppen angepasst werden.

Taproom, Führungen und Veranstaltungen

Ankündigungen für Taproom-Abende, Brauereiführungen, Verkostungen oder einen Ausschank mit Gastbrauerei brauchen Ort, Zeit, Dauer, Preis und eine verständliche Buchungsmöglichkeit. Trenne Interessenten, die sich nur informieren, von bestätigten Buchungen, damit Erinnerungen nicht wie Werbung an Personen ohne passenden Anlass wirken. Wenn dein Ticketsystem Buchungsstatus übermittelt, lässt sich prüfen, ob daraus eine Bestätigung oder eine organisatorische Erinnerung folgen kann. Stelle außerdem klar, ob eine Veranstaltung Bierverkostungen umfasst und nur Erwachsenen offensteht. Für eine Absage oder Terminänderung sollte eine Kontaktmöglichkeit sichtbar sein, damit Gäste nicht auf eine alte Ankündigung angewiesen bleiben.

Onlineshop, Abos und Bestellmessung

Der Shop kann zeigen, welche Kampagnen Besuche und Bestellungen anstoßen, sofern Links sauber markiert und Käufe dem passenden Kontakt oder Kanal zugeordnet werden. Verwechsle einen Klick nicht mit einem Verkauf: Ein Kunde kann später direkt zum Shop zurückkehren, auf einem anderen Gerät einkaufen oder Cookies ablehnen. Lege daher fest, welche Kennzahl du wirklich auswertest – etwa abgeschlossene Bestellungen aus messbaren Kampagnenlinks – und notiere, welche Fälle die Zuordnung nicht erfasst. Für Bier-Abos sind Laufzeit, Lieferintervall, Pausen und Kündigungsweg wichtige Servicethemen. Werbeeinwilligung und notwendige Bestellkommunikation sollten in deinem Ablauf unterscheidbar bleiben. Prüfe außerdem, wer Produktbestände aktualisiert und ob ausverkaufte Sorten automatisch aus einer geplanten Mail verschwinden. Bei gemischten Paketen können klare Angaben zu Inhalt, Versandtermin und Liefergebiet Rückfragen vermeiden. Ein kleiner Testkauf mit interner Adresse hilft, Links, Bestellbestätigung und Shopdarstellung vor dem Versand gemeinsam zu kontrollieren.

Gastronomie und Handel getrennt bedienen

Gastronomie fragt oft nach Fassgrößen, Verfügbarkeit, Lieferfenstern und Ansprechpartnern; Händler brauchen zusätzlich Angaben zu Gebinden, Mindestmengen oder Materialien für den Verkauf. Richte einen eigenen Bereich für gewerbliche Kontakte ein, statt diese Verteiler mit Endkundenangeboten zu vermischen. E-Mails mit Bestellfristen oder Sortimentsänderungen sollten nur an passende Geschäftskontakte gehen. Prüfe, ob dein System Firmenname, Region und Kundentyp strukturiert erfassen kann und ob Verantwortliche die Daten aktuell halten. Für individuelle Preis- oder Lieferabsprachen bleibt ein persönliches Angebot oft geeigneter als ein Newsletter. Marketing an Geschäftskontakte sollte ebenfalls eine nachvollziehbare Grundlage und einen einfachen Abmeldeweg haben.

Altersgerechte Ansprache und Anmeldung

Alkoholwerbung darf nicht auf Minderjährige zielen. Richte die Inhalte, Bildsprache, Platzierung und Auswahl der Zielgruppe deshalb auf Erwachsene aus; nutze keine jugendaffinen Motive oder Kanäle, die vorwiegend Minderjährige erreichen. Wo es erforderlich ist, soll ein Alterscheck vor dem Zugang zum Angebot oder vor der Anmeldung greifen. Eine bloße Geburtsdatumseingabe ist kein Ersatz für eine rechtliche Prüfung des konkreten Ablaufs. Lass die Anforderungen für deine Länder und Verkaufskanäle fachkundig beurteilen. Erfasse beim Newsletter nur die nötigen Daten, erkläre den Zweck der Anmeldung und prüfe, dass die Alterslogik auch bei Formularen für Führungen, Shopaktionen und Gewinnspielen eingehalten wird.

Saisonkalender und Kooperationen

Bockbier, Weihnachtsbier und Oktoberfestzeit folgen einem wiederkehrenden Kalender, doch Brau- und Abfüllplanung verschieben sich von Jahr zu Jahr. Lege im Redaktionsplan zunächst nur Zeitfenster an und bestätige konkrete Termine erst, wenn Ware und Ausschank feststehen. Eine Kooperation mit einer anderen Brauerei verdient eine eigene Geschichte: Wer hat gemeinsam gebraut, was unterscheidet das Ergebnis und wo ist es erhältlich? Klärt vorab, wer die Nachricht an welche Empfänger senden darf. Das Teilen fremder Kontaktlisten ist kein Ersatz für eine eigene Einwilligung. Vereinbart außerdem, wie Produktfotos, Namen und Links verwendet werden dürfen und wer Rückfragen zu Verfügbarkeit beantwortet. Nach der Saison lohnt ein kurzer Rückblick: Welche Sorten waren tatsächlich bestellbar, welche Veranstaltungen fanden statt und welche Fragen kamen häufig auf? Nutze diese Beobachtungen für die nächste Planung, ohne aus einzelnen Reaktionen allgemeine Kauftrends abzuleiten. So wird der Kalender mit betrieblichen Erfahrungen besser, statt jedes Jahr dieselben ungeprüften Termine zu übernehmen.

Häufige Fragen

Wie kündige ich eine neue Abfüllung sinnvoll an?

Beginne erst dann mit einem festen Startdatum, wenn Produktion und verfügbare Menge geklärt sind. Eine erste Nachricht kann Stil, Entstehung und geplanten Verkaufsweg vorstellen; zum Start folgen konkrete Bezugsquellen und Öffnungszeiten. Für eine limitierte Charge darfst du die tatsächliche Menge oder den erwarteten Zeitraum nennen. Versende solche Hinweise nur an Erwachsene, die passende Marketingnachrichten erhalten möchten.

Wie plane ich Saisonbiere wie Bock oder Weihnachtsbier?

Nutze einen groben Jahresplan für Sud, Abfüllung und Vermarktung, aber versende konkrete Termine erst nach interner Bestätigung. Teile die Geschichte und Geschmacksrichtung frühzeitig, ohne eine Verfügbarkeit zu versprechen, die sich noch ändern kann. Für Oktoberfestaktionen oder Festbiere müssen Ausschankort, Zeitraum und mögliche Altersbeschränkungen klar sein.

Welche Nachrichten sind für ein Bier-Abo geeignet?

Unterscheide Servicemails zu Versand, Lieferpause oder Vertragsstatus von freiwilliger Werbung für weitere Produkte. Für Werbenachrichten kannst du Interessen an Bierstilen oder Neuheiten berücksichtigen, sofern sie nachvollziehbar erhoben wurden. Beschreibe Laufzeit und Kündigung verständlich und verknüpfe jede Nachricht mit einem erreichbaren Servicekontakt.

Wie spreche ich Gastronomie und Handel an?

Führe gewerbliche Kontakte getrennt von Endkunden und liefere für sie relevante Informationen wie verfügbare Gebinde, Lieferregionen, Bestellschluss und zuständige Ansprechperson. Aktualisiere die Daten, wenn ein Betrieb den Ansprechpartner wechselt. Individuelle Konditionen gehören in ein persönliches Angebot und nicht in einen allgemeinen Newsletter.

Kann ich bei einer Kooperation die Listen beider Brauereien nutzen?

Behandle jede Liste als eigenständigen Verteiler. Eine Kooperation bedeutet nicht automatisch, dass beide Betriebe sämtliche Adressen der jeweils anderen Brauerei anschreiben dürfen. Vereinbart, wer welche Informationen versendet, und prüft Einwilligung sowie Datenschutzanforderungen. Eine gemeinsame Landingpage mit klar getrennten Anmeldungen kann ein transparenter Weg sein, neue Interessenten zu gewinnen.

Wie bewerbe ich Führungen und Verkostungen?

Nenne Termin, Dauer, Treffpunkt, Preis und enthaltene Leistungen. Verlinke auf die Buchung und halte die Bestätigung organisatorisch von späterer Werbung getrennt. Eine Erinnerung kann helfen, wenn sie zur Buchung gehört und die Teilnehmenden rechtzeitig über Änderungen informiert. Weise darauf hin, wenn Alkohol ausgeschenkt wird und die Veranstaltung Erwachsenen vorbehalten ist. Prüfe vor dem Versand, ob es freie Plätze gibt und ob der Buchungslink den aktuellen Termin zeigt; bei ausgebuchten Führungen sollte die Einladung nicht weiter zum Abschluss einer nicht möglichen Buchung auffordern.

Welche Altersprüfung sollte die Anmeldung haben?

Das hängt von Land, Angebot und konkretem Kontaktpunkt ab. Alkoholwerbung darf nicht an Minderjährige gerichtet werden; prüfe daher fachkundig, welche Alterskontrolle für Shop, Newsletterformular und Veranstaltungen nötig ist. Gestalte die Ansprache erwachsenengerecht und richte Kampagnen nicht auf junge Zielgruppen aus. Ein eingegebenes Geburtsdatum ist nicht automatisch ein ausreichender Nachweis.

Wie messe ich Bestellungen aus einer Kampagne?

Nutze eindeutige Kampagnenlinks und vergleiche die zugeordneten Bestellungen mit dem Zeitraum und der Zielgruppe. Berichte nur, was dein Shop tatsächlich erfasst: Ein Linkklick beweist keinen Kauf, und ein späterer Direktbesuch kann die Zuordnung verhindern. Notiere deshalb Messlücken und verwende keine pauschalen Umsatz- oder Conversionannahmen.

Wie gehe ich mit ausverkauften limitierten Bieren um?

Aktualisiere Shop und E-Mail-Verweise zeitnah und sende keine Kaufaufforderung für Ware, die nicht mehr verfügbar ist. Ein Folgebericht kann erläutern, ob eine neue Charge geplant ist, aber verspreche keine Wiederholung ohne Produktionsentscheidung. Interessenten können sich für künftige Neuigkeiten anmelden, wenn sie dem ausdrücklich zustimmen.

Wie oft sollte eine Brauerei Newsletter versenden?

Lege keinen festen Wochenwert ohne Blick auf den tatsächlichen Nachrichtenbedarf fest. Ein Versand zu einer neuen Abfüllung, einem konkreten Termin oder einer bestätigten Änderung ist nachvollziehbarer als eine Nachricht ohne Anlass. Erkläre bei der Anmeldung, welche Themen und welcher Rhythmus ungefähr zu erwarten sind, und respektiere Abmeldungen sofort.